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Blei ist extrem leitfähig und besitzt eine hohe Speicherfähigkeit für elektrische Energie. Bis zu 80 Prozent des verarbeiteten Werkstoffs finden sich in Batterien. Blei-Säure-Batterien werden hauptsächlich als Start- oder Antriebsbatterien von Kraftfahrzeugen, als Akkumulatoren in der Notstromversorgung oder als Solarstromspeicher verwendet.
Blei schützt Mensch und Umwelt vor ungewollter Strahlung, etwa in der Medizintechnik für Diagnose und Behandlung oder bei Gepäckkontrollen an Flughäfen. Während der Einsatz gezielter Strahlung bei der Diagnose und in der Therapie unverzichtbar ist, drohen bei dauerhafter Bestrahlung ernsthafte Schäden für den Organismus. Aufgrund seiner hohen Dichte von 11,336 Kilogramm pro Kubikdezimeter eignen sich Folien oder Platten aus Walzblei zur Abschirmung radioaktiven Quellen. Häufig werden in Krankenhäusern ganze Räume mit Blei ausgekleidet. Dabei kann bereits mit einer geringen Materialstärke ein effizienter Strahlenschutz erreicht werden. Darüber hinaus sichern Bleicontainer den Transport und die Aufbewahrung von Radioisotopen zur Therapie von Krebs oder Schilddrüsenleiden.
Blei leistet einen Beitrag bei der Erzeugung und Speicherung regenerativer Energien. Bleiummantelungen schützen Unterwasserkabel für Offshore-Windparks gegen die Widrigkeiten der Tiefsee. Zudem kommt das Metall als Auswuchtgewicht für Rotoren zum Einsatz. Die Abdichtung von Solarkollektoren auf Dächern erfolgt mit profilierten farbbeschichteten Bleifolien.
Bleifolien eignen sich aufgrund ihrer Dichte ebenso zum Schutz vor Schall, gefährlichen Gasen und Flüssigkeiten - zum Beispiel bei Gefahrguttransporten. So garantieren Bleicontainer einen sicheren Transport von Abfällen aus Kernkraftwerken im laufenden Betrieb und bei Rückbaumaßnahmen.
Die Schönheit vieler Baudenkmäler wäre ohne Blei nicht zu erhalten. Der Werkstoff Walzblei wird traditionell für Dach- und Fassadeneindeckungen verwendet und schützt langfristig gegen Witterungseinflüsse. Mit Walzblei steht Dachdeckern und Klempnern das älteste aller Baumetalle zur Verfügung. Zu den bekanntesten mit Blei gedeckten Gebäuden zählen die Hagia Sophia in Istanbul, das Schloss Versailles bei Paris oder der Kölner Dom. Jüngeres Beispiel für eine Restaurierung mit Walzblei ist die Dresdner Frauenkirche. Fünfzig Tonnen Walzblei kamen für Abdeckungen in dem mit Sandstein gedeckten Hauptkuppelbereich, für Treppentürme und den Kuppelanlauf zum Einsatz.
Lösungen mit Blei finden sich auch auf dem Gebiet der Gebäudesicherung und der physikalischen Grundlagenforschung.
Zum Schutz vor den katastrophalen Folgen durch Erdbeben hat sich der Einsatz von Bleidämpfern bewährt. Unter Einfluss hoher dynamischer Kräfte verformen sich die Bleidämpfer, brechen aber nicht. Sie entlasten so das sonst statische Fundament bei einem Erdbeben. Bei Teilchenbeschleuniger wird Blei als Konversionsmaterial innerhalb der Detektoren eingesetzt. Der Bleiwerkstoff bremst die auf ihn geschossenen Teilchen und zerteilt diese in weitere Bauteile. Die Energie dieser kleinsten Elemente kann so dann parallel gemessen werden.







