deutsch  english  français  | Startseite | KontaktLogo - Anton Schneider Söhne GmbH & Co. KG
Anton Schneider Söhne GmbH & Co. KG
Unterheydener Str. 30 · D-41236 Mönchengladbach
Fon: +49 (0)2166.4585-0 · Fax: +49 (0)2166.4585-25 · info@schneider-ass.de
Gesundheit und Hygiene
Elementares Blei ist in kompakter Form nicht bioverfügbar und für den Menschen nicht giftig. Blei bildet an der Luft eine dichte, schwer wasserlösliche Schutzschicht aus Bleicarbonat. Bei metallischem Blei kann deshalb auf die Gefahrstoffkennzeichnung verzichtet werden. Toxisch sind gelöstes Blei und Bleiverbindungen, sowie Bleistäube und Bleidämpfe, die bei der Verarbeitung von Blei entstehen und durch Verschlucken oder Einatmen in den Körper gelangen können.
Bei einmaliger Aufnahme von Blei oder schwer löslichen Bleisalzen ist nur bei hoher Dosierung eine Giftwirkung zu bemerken.

Gefährlicher ist die kontinuierliche Aufnahme von kleinen Mengen Blei, da es im Körper eingelagert und nur sehr langsam wieder ausgeschieden wird. Blei kann so eine chronische Vergiftung hervorrufen, die sich unter anderem in Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abmagerung und Defekten der Blutbildung, des Nervensystems und der Muskulatur zeigt. Bleivergiftungen sind besonders für Kinder und Schwangere gefährlich.

Aus Sicht der modernen Arbeitsmedizin gehört der Werkstoff Blei heutzutage zu den am gründlichsten erforschten Metallen. Die Verarbeitung von Walzblei stellt nach einer unabhängige Studie des Institute of Occupational Medicine (IOM) in Edinburgh kein Gesundheitsrisiko dar. Die Erfahrungen zeigen, dass die mögliche gesundheitliche Bleibelastung in hohem Maße von der betrieblichen und persönlichen Sauberkeit sowie von persönlichen Verhaltensweisen abhängt.

Einfache Vorbeugungsmaßnahmen im Umgang mit Blei haben sich bewährt:

  • Das Tragen von Handschuhen gewährleistet einen sicheren Griff, bewahrt vor Verletzungen und schützt vor Verunreinigungen.
  • Vor jedem Kontakt mit Lebensmitteln sowie vor dem Rauchen sind die Hände zu waschen.
  • Bei Staubentwicklung ist es notwendig, eine Staubmaske (mindestens Staubklasse P 2) zu tragen. Beim Auftreten von Bleirauch ist ein Kombinationsfilter (mindestens B1-P2) erforderlich.
  • Zudem sollten Dachdecker und Klempner auf eine gute Durchlüftung beim Löten und Schweißen in geschlossenen Räumen achten.
Informationen zum Umgang mit Blei am Arbeitsplatz finden sich in den Technischen Regeln zu Blei (TRGS 505).
Verhaltensregeln für die Verarbeitung von Blei