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Anton Schneider Söhne GmbH & Co. KG
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Umweltverträglichkeit von Blei
Die Auswahl und der Einsatz von Werkstoffen hängt nicht nur von mechanisch-technologisch Eigenschaften, sondern zunehmend auch von Umweltaspekten ab. Wichtig ist dabei eine ganzheitliche Betrachtung von der Herstellung über die Anwendung bis hin zur Entsorgung.

Für die Beurteilung der Umweltverträglichkeit von Werkstoffen sind vier zentrale Kriterien maßgeblich. Die Kriterien stehen in einem Abhängigkeitsverhältnis, sind aber auch unabhängig voneinander zu betrachten.

Hohe Langlebigkeit

Die Umweltwirkung von Werkstoffen kann nur unter Berücksichtigung ihres Nutzungszeitraums richtig beurteilt werden. Je länger Produkte in gleich bleibender Qualität zum Einsatz kommen, desto besser ist auch ihre Umweltverträglichkeit. Dadurch unterliegen vermeintlich umweltgerechte Werkstoffe mit einer eng begrenzten Nutzungsdauer teilweise einer anderen Betrachtung.

Walzblei ein Musterbeispiel für Langlebigkeit. Walzblei ist eines der beständigsten Baumaterialien überhaupt. Fachgerecht verlegt übersteigt seine Lebensdauer die eines Hauses bei weitem. Sakralbauten belegen eine Lebensdauer, die weit über Jahrhunderte reicht.


Sichere Anwendung

Bei unsachgemäßer Anwendung können viele Werkstoffe unsere Umwelt belasten - das gilt natürlich auch für Blei. In den letzten Jahrzehnten ist Blei daher in belastenden Anwendungen (z.B. Benzin und Trinkwasserrohren) weitestgehend verschwunden. Zu Unrecht wird Blei häufig pauschal als gesundheits- und umweltbelastendes Metall angesehen. Die Risiken von Blei sind bekannt, werden ständig weiter minimiert und sind komplett beherrschbar.

Walzblei unterliegt - wie alle bewitterten Materialien auf der Erde - einem Abtrag durch die Belastungen der Bewitterung. Dieser Abtrag bleibt durch die sich selbstständig bildende Schutzschicht (Patina) sehr gering, ist aber dennoch messbar.

Nach wissenschaftlichen Untersuchungen sind diese geringen Abtragsraten in der Praxis für die Umwelt unbedenklich. Gleich zwei von der Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung (TNO) veröffentlichte Langzeitstudien haben den Abtrag von verschiedenen Walzblei-Arten unter realen Einbausituationen analysiert und ausgewertet.

Beim Vergleich von über zehn unterschiedlichen Legierungen hat sich die "Saturnblei"-Legierung (PbCu05) als besonders abtragsarm erwiesen. Bei farbbeschichtetem Walzblei ist kein Bleiabtrag messbar.

Unbegrenzte Mehrwegfähigkeit

Recycling liegt in der Natur von Blei. Was andere Werkstoffe durch aufwändige Prozesse und Kontrollen anstreben, ist bei Blei eine materialgebundene Selbstverständlichkeit. Blei ist das Metall mit dem höchsten Rückgewinnungsanteil. Der Werkstoff kann bis nahezu 100 Prozent für ein neues Produkt wiederverwertet werden, unabhängig davon wie oft und wie lange es vorher genutzt wurde. Das gleiche Material, das heute als Abdichtung an einem modernen Haus verwendet wird, könnte bereits vor über hundert Jahren an einer Kirche eingesetzt worden sein.

Die Eigenschaften des Metalls und die bewährten technischen Verfahren machen das Recycling theoretisch unbegrenzt wiederholbar. Dabei kommt es praktisch nicht zu Qualitätsminderungen. Im Gegensatz zu Einweg-Werkstoffen ist Walzblei damit ein vorbildlicher Mehrweg-Werkstoff.

Schonender Ressourcenumgang

Die Leistungen der Bauwirtschaft fordern ihren Preis: Die Branche verbraucht rund 40 Prozent der natürlichen Ressourcen. Zudem ist ein hoher Energiebedarf bei der Herstellung und Anwendung von Werkstoffen erforderlich. Der sparsame Einsatz von Ressourcen und Energien rückt zunehmend in den Mittelpunkt von Umweltdiskussionen.

Blei ist ein ursprünglicher Werkstoff der Natur. Der Energieaufwand ist sowohl bei der Gewinnung von Blei als auch bei dessen Verarbeitung äußerst gering. Ein niedriger Schmelzpunkt von 327 Grad schont Ressourcen. Gleichzeitig ist der Werkstoff leicht form- und gießbar, was sich Menschen in der Verarbeitung schon weit über 10.000 Jahre zunutze machen.

Die wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verwendung des Werkstoffs Blei im Bauwesen sind in einer Broschüre veröffentlicht.